Von Guerilla Gardening bis Hobby-Gärtner: Die grüne Seite Münchens

Rose
foto: ©weisserstier – FlickR

Die Münchener haben ihre Liebe für das Gärtnern entdeckt und frönen dieser Leidenschaft beim sogenannten Guerilla Gardening oder auch in einer eigenen kleinen Gartenparzelle. Viel Zeit an der frischen Luft, die Gemeinschaft mit anderen Naturliebhabern und der Abenteueraspekt beim Guerilla Gardening sind nur einige Gründe für das wachsende Interesse der bayerischen Hauptstadtbewohner an Pflanzen, Blumen und Co.. Worum geht es beim Guerilla Gardening? Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Mittel, im auf umweltpoltischer Ebene auf sich aufmerksam zu machen, indem in urbanen Stadtteilen unter anderem auch im Zuge des politischen Protests öffentliche Orte bepflanzt, die sonst vom optischen Erscheinungsbild verwahrlost aussehen.

 

Guerilla Gardening: Naturliebe, Abenteuer und Protest

Beim Guerilla Gardening treffen sich Gleichgesinnte und verschönern auf eigene Initiative und eigene Kosten öffentliche Anlagen. Oftmals erfolgen die Bepflanzungen heimlich oder an abgelegenen und schlecht zugänglichen Standorten, jedoch rufen einige Guerilla Gardening-Gruppen die Anwohner auch gezielt zum Mitmachen auf. Das Motiv der Guerilla-Gärtner: In Gemeinschaft ansehnliche Straßen und Plätze zu schaffen, die einen schönen und bunten Kontrast zum Einheitsgrau der Großstadt bieten. Auch politischer Protest spielt eine Rolle. Die zumeist jungen Gärtner appellieren an ihre Mitmenschen und rufen sie zu sozialem Engagement, Verantwortung für die Umwelt und Eigeninitiative auf. Gartenerfahrung ist bei den Guerilla-Gärtnern nicht erforderlich, mitmachen kann hier jeder.
Gartenhelden.de

 

Gartenbesitzer auf Zeit: Einen Kleingarten pachten

Auch die Nachfrage nach Kleingärten ist bei den Münchnern erheblich angestiegen. Das Bedürfnis nach einem eigenen kleinen Fleckchen Natur spielt hier ebenso eine Rolle wie der Wunsch, dem hektischen Großstadtleben für eine Weile zu entfliehen und Ruhe und Behaglichkeit im Grünen zu finden. Ob das Pflanzen von Blumen oder der Anbau von eigenem Gemüse: Wer einen eigenen Kleingarten hat, kann sich glücklich schätzen, denn die Arbeit im Grünen ist nicht nur gesund, sondern macht auch noch Spaß. Besonders Familien mit Kindern profitieren von einem Kleingarten, aber auch jüngere Generationen finden zunehmend Gefallen an dem Gedanken, ein eigenes kleines Stück Natur zu besitzen oder wenigstens zu mieten. Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst gärtnerisch tätig zu werden, kann Gleichgesinnte über gartenhelden.de finden.

Hobbygärtner erobern die bayerische Hauptstadt

Die grüne Seite Münchens blüht immer mehr auf. Ob das Hobbygärtnern in Kleingartenvereinen oder die gemeinschaftliche Guerilla-Bepflanzung von öffentlichen Plätzen und Straßen: Der Umgang mit Pflanzen und bunten Blumen und auch der Gemüseanbau im eigenen kleinen Garten machen Spaß und ermöglichen auch Großstadtbewohnern einen naturnahen Alltag.

Ich warne davor, zu glauben, daß der Markt die Umwelt alleine in den Griff bekommt – dies ist geradezu ein Paradebeispiel für öffentliche Verantwortung.

Das ist meiner Meinung nach ein passendes Zitat des früheren Bundeskanzlers und Friedensnobelpreiträgers Willy Brandt, der die Eigeninitiative der Bürger auf ökonomischer Ebene anregte und die Bürger zur Verantwortung ihres Handelns in die Pflicht nahm. Seitdem haben sich vielfältige Initiativen  entwickelt, die einen Mehrwert auf sozialer Ebene darstellten.

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Als Münchner muss man immer up-to-date sein wenn in so einer schönen Stadt wie München was Aufregendes passiert. Hier halte ich euch in Artikeln stets auf dem Laufenden!

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